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Das Institut für Fußball und Gesellschaft (IFG) entwickelte sich aus einem Projekt des Institutsträgers EDFF e.V. im Vorfeld der FIFA WM 2006 und wird eigenständig und unabhängig betrieben.
Der Sitz des Instituts ist Dortmund mit Stützpunkten in Köln, Parchim und Salzburg.
Das Tätigkeitsfeld des Instituts erstreckt sich auf alle gesellschaftspolitisch relevanten Faktoren des Fußballs, insbesondere auf die folgenden Gebiete (vgl. Leistungsspektrum):
- Erforschung der Entwicklung des Fußballs und seiner Vereine unter wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Gesichtspunkten
- Erforschung der Entwicklung der Vereinsmitglieder, Zuschauer und Fußballfans
- Entwicklung von Konzepten zur Stärkung der Vereine als regional relevante Faktoren der Gesellschaft
- Mittler zwischen Fans und Vereinen, Verbänden, Institutionen und Behörden
- Handlungsstrategien zur Eindämmung und Vermeidung gewaltbereiter, rechtsradikaler, fremdenfeindlicher und sexistischer Aktivitäten im Umfeld des Fußballs
Präambel
Gewaltprävention und Deeskalationsstrategien
Die Gewaltproblematik ist eine ständige Herausforderung für den Fußball. Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Sicherheitseinrichtungen wie bespielsweise das Nationales Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) zur Eindämmung der Gewalt sind sinnvoll und unentbehrlich. Sie stellen aber nur die einen Teilbereich notwendiger Anstregnungen dar. Über die unmittelbar eingreifenden Sicherheitsmaßnahmen hinaus sind langfristige präventive Strategien und deeskalierende Kompetenzen bei den Beteiligten notwendig. In diesem Kontext versteht IFG seine vielfältige Aufgabenstellung.
Regionale Verknüpfungspunkte
Angesichts vielfältiger Erscheinungen, die unter dem Schlagwort "Globalisierung" Identitätsängste und Verunsicherungen bewirken, ist es wichtig, regionale Bezugspunkte zur Identitätsstärkung zu finden und zu fördern. Der Fußball, und hier insbesondere die Vereine, stellte immer und stellt auch in Zukunft einen wesentlichen Faktor regionaler Verknüpfungspunkte dar.
Die Absurdität der Kommerzialisierung
Die zunehmende Absurdität der Kommerzialisierung stellt für eine große Anzahl der Fußballfans ein widersprüchliches Problem dar.
Auf der einen Seite ist die "Kommerzialisierung" des Sports Ausdruck einer selbstverständlichen grenzüberschreitenden Praxis, die sich beispielsweise in der Internationalisierung der Wettbewerbe oder durch die Tatsache, dass Spieler aus aller Welt bei den Vereinen tätig sind, zeigt.
Auf der anderen Seite sorgt aber gerade die "Kommerzialisierung" auch für die Entfremdung der Fans vom eigenen Verein und damit auch zur Steigerung des Aggressionspotentials. Dies droht besonders dann, wenn die Vereine aus falsch verstandenem ökonomischem Kalkül aus Fußball-Fans "Kunden" einer Kapitalgesellschaft machen wollen.
Es gilt also, die zwei Seiten der Kommerzialisierung deutlich zu machen und in einen ständigen Prozess des Miteinanders zwischen Verein und Fans zu überführen. Nur so kann das notwendige ökonomische Handeln des Vereins vermittelt werden, können die Vorteile einer konkurrenzfähigen Internationalisierung anerkannt und genutzt werden. Zugleich wird deutlich, wie wichtig der regionale Bezug und die damit verbundene Identifizierung der Fans mit ihrem Vereinen ist. Mit Maßnahmen zum ausgewogenen Miteinander kann die Absurdität des Kommerzes in Grenzen gehalten werden.
Rassismus als Bedrohung des Fußballs
Zunehmender Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Fußball sind eine Bedrohung für diesen Sport. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gehen einher mit Formen des Rechtsextremismus, der seine zielgerichteten Wirkungsflächen im Umfeld des Fußballs sucht. Das IFG initiiert und unterstützt Maßnahmen und Initiativen, die dieser Tendenz entgegenwirken.
Sexismus und Fußball
Ebenso entschieden begegnet das IFG jeglichen Formen des Sexismus. Das Auftreten dieses Problems sieht das Institut allerdings weniger auf den Tribünen des Profibereichs, als vielmehr mehr im Umfeld des Amateurbereiches.
Für die Einheit des Fußballs
Das IFG erkennt die Einheit des Fußball an. Viele Problemstellungen sind nicht allein auf den Profisport beschränkt, sondern ziehen sich durch alle Ebenen des Fußballsports. Somit versteht das Institut sein Engagement als Beitrag zur gesellschaftspolitischen Verantwortung des Fußballs.
Fußball als gemeinsame Leidenschaft
Mit all seinen Maßnahmen und Ideen entwickelt und unterstützt IFG Kontakte und Kommunikation zwischen den Menschen, die überall auf der Welt eine Leidenschaft verbindet: die Liebe zum Fußballsport.
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