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11. Dezember 2009
Der Kommunikationswissenschaftler und Psychologe Peter Schüngel vom Institut für Fußball und Gesellschaft (IFG) beschäftigt sich mitgesellschaftsrelevanten Aspekten des Fußballs. Der Wissenschaftler sucht nach seiner Eigenbeschreibung nach den Bedingungen für den mündigen Spieler, den mündigen Fan, den mündigen Präsidenten. Im Interview spricht Schüngel über die Liebe und Eifersucht besonders der Ultras, der treuesten der treuen Fans.
Was speziell interessiert Sie an den Ultras?
Die Gradlinigkeit ihres Vorgehens. Die so genannten Ultras sind zu 99 Prozent von außen beurteilte Fans. Man belegt sie mit Labels, bequemen Etiketten. Damit trifft man allerdings nie den komplexen Kern ihrer Anliegen. Vor allem treffen solche Zuweisungen nicht ihr Selbstverständnis. Im IFG vertreten wir deshalb die Überzeugung, dass wir die Ultras erst einmal verstehen müssen, sie in ihrem Selbstverständnis ernst nehmen und ihnen Gelegenheit geben, sich auch im gesellschaftlichen Rahmen definieren zu können.
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Von Daniel Meuren
11. Dezember 2009
Am Mittwochabend war die in die Brüche gegangene Beziehung schnell wieder gekittet. Die VfB-Fans feierten die drei Tore beim 3:1-Sieg gegen Unirea Urziceni und den Einzug ihrer Mannschaft ins Achtelfinale der Champions League. Der Liebesentzug für die zuletzt so leidenschaftslos agierenden Spieler ihres Klubs war beendet. Die Cannstatter Kurve, wo die sangesfreudigen Stehplatzfans des VfB beheimatet sind, tanzte und hüpfte wieder. Kein Vergleich zu den Geschehnissen vom vergangenen Samstag, als Fans die Ausfahrten des Stadions blockierten und Markus Babbel nach seiner Entlassung in seiner Abschiedsrede davon sprach, dass „selbst die sogenannten Fußballmillionäre es nicht verdient haben, dass man ihnen Mordgesten entgegenbringt“. Die wochenlange Liaison der Mannschaft mit dem Misserfolg scheint verziehen - bis zum nächsten Seitensprung?
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